Sonntag, 24. November 2013

Cookies mit Haferflocken, Cranberries und Schokolade

... oder "Weg-mit-dem-Herbstblues-Kekse"


Kalt + Nass = BÄH! 

Nachdem das Wetter in den letzten Tagen beste Voraussetzungen für einen grundsoliden Herbsblues geschaffen hat, wird es Zeit dagegen an zu steuern. Was gibt es da Besseres als etwas Leckeres aus der Küche...? Für Plätzchen und Co ist es aus meiner Sicht noch etwas zu früh, deswegen habe ich mich entschieden mal wieder ein paar leckere Cookies zu backen. Das Rezept ist leicht abgewandelt aus Cynthia Barcomi's "Let's Bake", einem wirklich großartigen Buch zur American Bakery. Die Kekse haben es mit Mandeln, Haferflocken, Schokolade und Cranberries zwar in sich, wenn man sie jedoch teilt, bleiben halbe Kalorien und doppeltes Glück. Eine schöne Formel!


Cookies mit Haferflocken, Cranberries und Schokolade

Dauert cirka: 1 Stunde
Reicht für: 25 Stück
----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
140 g Mehl
0,5 TL Natron
0,25 TL Salz
140 g Butter
100 g weißer Zucker
100 g brauner Zucker
1 Ei
1 TL Vanilleextrakt
100 g kernige Haferflocken
200 g Edelbitter Schokolade
125 g getrocknete Cranberries
80 g Mandelstifte
Die getrockneten Cranberiies für 20 Minuten in warmem Wasser einweichen und anschließend abgießen. Währenddessen den Backofen auf 175 °C Umluft vorheizen und zwei Backbleche mit Backpapier auslegen. Die Schokolade wird grob gehackt (aber nicht größer als 0,5-1cm).

Mehl, Natron und Salz in einer kleinen Schüssel mischen. In einer größeren Schüssel nun die beiden Zuckersorten mit zimmerwarmer Butter mit einem Handrührgerät verrühren bis sich beide Zutaten gut vermischt haben. Nun das Ei und den Vanilleextrakt hinzufügen und gut vermischen. Anschließend können die Haferflocken, Cranberries, Schokoladenstücke und Mandelstifte dazu gegeben werden. Ab jetzt empfiehlt es sich das Ganze mit einem Teigschaber oder Holzlöffel zu bearbeiten da die Masse eher grobstückig und trocken ist. Nur solange rühren bis sich alle Zutaten ganz gut verteilt haben.

Pro Cookie einen gehäuften Esslöffel Teig auf das Backblech setzen, mit einer Gabel oder dem Löffelrücken etwas platt drücken und cirka 3 cm Absstand zwischen den Keksen lassen, da sie beim Backen noch etwas auseinander laufen. Am Besten sind 9 Kekse pro Backblech. 

Die Cookies nun auf der zweiten Schiene von unten cirka 12 Minuten goldgelb backen. Danach kann man sie nach einer kurzen Abkühlzeit auf ein Gitter zum Abkühlen setzen. Vorsichtig, denn die Kekse sind nach dem Backen noch ziemlich weich! 

Verzehrempfehlung: Mit einem Glas Milch oder einer heißen Schokolade, in eine Decke gekuschelt auf der Couch :-)

Freitag, 4. Oktober 2013

Kürbiskuchen

... oder "Wenn dir das Leben Kürbis gibt, mach was Leckeres draus!"

Ein hoch auf den Herbst und damit auch auf die Kürbissaison. Aktuell könnte ich wirklich immer und überall Kürbis in allen Varianten essen... Meistens kennt man Kürbis ja nur in herzhaften Rezepten. Da er jedoch durch den leicht nussigen Geschmack und die Konsistenz sehr vielseitig ist, kann man Kürbis auch sehr gut süß, zum Beispiel als Kuchen, zubereiten. Nachdem ich im letzten Jahr schon viele Kürbisgerichte ausprobiert hatte, stand Kürbiskuchen jedoch noch auf der To Do-Liste. Da passte es perfekt, dass in der letzten Lecker Zeitschrift ein Rezept für einen ganz einfachen Kürbiskuchen auf knusprigem Keksboden zu finden war. Der Kuchen kommt komplett ohne Mehl aus und ist aufgrund des enthaltenen Kürbis sehr saftig. Deshalb ist er auch nach 3-4 Tagen immernoch super lecker (wenn bis dahin noch etwas übrig ist!). Perfekt also für so ein langes Wochenende... 

Und was macht man mit übrig gebliebenem Kürbis? Warum nicht einmal Kürbisspätzle, gebackene Kürbisspalten oder eine leckere Kürbiscremesuppe mit Kokosmilch?


Kürbiskuchen auf Keksboden


Dauert cirka: 2 Stunden 
Reicht für: eine Springform ø 26 cm 
----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
75 g Butter
250 g Haferkekse (z.B. kernige Hobbits)
500 g Hokkaido (abgewogen 380 g) 
3 mittelgroße EIer
100 g Zucker
1 Pck Vanileezucker
Prise Salz
100 ml Rapsöl
300 g griechischer Joghurt
2 TL Backpulver
etwas Puderzucker
 
Die Springform fetten und die Butter schmelzen. Die Kekse für den Boden zerkrümeln. Hierzu entweder einen kleinen Multihacker verwenden oder die Kekse einfach in einen Gefrierbeutel geben und mit einem Topf oder einem Nudelholz zerbröseln. Nun die fein zerkrümelten Kekse gut mit der geschmolzenen Butter verkneten und die Masse ohne Rand in die Springform drücken. Diese wird anschließend cirka 30 Minuten in den Kühlschrank gestellt.

Den Kürbis waschen, halbieren, entkernen und 380 g abwiegen. Diese mit Schale würfeln und in 200 ml in einem kleinen Topf aufkochen und bei geschlossenem Deckel cirka 8 Minuten (je nach Größe der Würfel) weich kochen. Die Kürbiswürfel anschließend abgießen und komplett auskühlen lassen. Sobald der Kürbis abgekühlt ist, kann man ihn mit einem Stabmixer fein pürieren.  

Nun können in einer großen Rührschüssel unter Zuhilfenahme eines Handrührgerätes Eier, Zucker, Vanillezucker und eine Prise Salz cremig aufgeschlagen werden. Das Öl anschließend unter Rühren einlaufen lassen. Den Joghurt und das Backpulver gut unterrühren und die pürierte Kürbismasse hinzufügen. Nun kann der Teig auf den kalten Bröselboden gegeben werden.

Den Kuchen in der Mitte des vorgeheizten Ofens bei 178 °C Ober- und Unterhitze cirka 60 bis 75 Minuten backen. Sollte er nach cirka 40 Minuten zu dunkel werden, kann man ihn mit etwas Küchenrolle abdecken (Neuer Tipp aus dem Backbuch von Cynthia Barcomi, da Alufolie den Kuchen nicht atmen lässt).

Die Form nach dem Backen zum Abkühlen auf ein Gitter setzen und den Kuchen komplett auskühlen lassen. Vor dem Servieren mit etwas Puderzucker bestäuben. Da der Kuchen jedoch sehr feucht ist, hält der Puderzucker nicht sehr lange...   

Sonntag, 29. September 2013

Kaiserschmarren

... oder "Sonnenersatz für den Herbstblues"


Was gibt es schöneres als nach einer Wanderung oder schönen Mountainbike Tour bei diesem herbstlichen Wetter mit einer leicht gekühlten Nasenspitze nach Hause zu kommen und sich den Nachmittag statt mit Kaffee & Kuchen mit einem leckeren warmen Kaiserschmarren zu versüßen?

Für mich ist der Herbst die ideale Jahreszeit für Leckereien wie Waffeln, Kaiserschmarren und Co. Das Rezept stammt aus einem "Kaiserschmarren Kochkurs", den ich vor Jahren während eines Seminars in Salzburg als Freizeitprogramm machen durfte. Das Rezept ist also original aus Österreich, die von den einen geliebten von den anderen verhassten Rosinen habe ich jedoch weg gelassen (ich gehöre nämlich zu letzterer Gruppe :-). 


Ein Rezept auf den Herbst! Der Winter kommt ja sowieso viel zu schnell…


Österreichischer Kaiserschmarren


Dauert cirka: 0,5 Stunden 
Reicht für: 4 Portionen 
----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
8 Eier
60 g + etwas Zucker
cirka 1/2 l Milch
240 g Mehl
1 Prise Salz
etwas Butter
etwas Rum (nach Belieben)
 
Die Eier trennen und aus den Eiweißen einen schönen steifen Schnee schlagen und zur Seite stellen. Nun aus den Eigelben zusammen mit Zucker, Mehl, Salz und Milch einen Teig rühren. Zum Schluss den Eischnee vorsichtig unterheben, damit der Schmarren später schön luftig aus der Pfanne kommt.

In einer großen Pfanne etwas Butter erhitzen und den Schmarren darin backen. Die Hitze sollte hierbei nicht zu stark sein, da der Schmarren sonst schnell anbrennt. Sobald die Unterseite leicht bräunlich ist, muss er vorsichtig gewendet werden. Nach dem Wenden fertig backen und mit Zuhilfenahme von zwei Holzlöffeln in grobe Stücke reißen. Mit cirka einem EL Zucker bestreuen und einen Schuss Rum hinzufügen. Da der Zucker karamellisiert, bekommt der Schmarren einen schönen leichten Karamell-Geschmack. Der Rum kann natürlich weg gelassen werden!

Mit Apfelkompott, Kirschen oder pur mit Puderzucker warm genießen! 

Sonntag, 15. September 2013

Koreanisches Bulgogi

... oder "Rindfleisch Gangnam Style"

Bul... was? Das werden sich die meisten wohl fragen, wenn sie das erste mal Bulgogi lesen. Obwohl es in Deutschland ja ohne Ende chinesische Restaurants gibt, Sushi auch jedermann kennt und thailändische Currys auch keine Neuigkeit sind, ist die koreanische Küche den meisten doch recht unbekannt. Leider ist Korea vielen wahrscheinlich nur durch den Konflikt zwischen Norden und Süden bekannt. 

Für mich hat sich Süd-Korea aufgrund einiger Dienstreisen erschlossen und ich konnte ein wahnsinnig interessantes Land und seine Kultur ein wenig besser kennen lernen, auch wenn Dienstreisen ja nicht zum Vergnügen getätigt werden und oftmals nicht länger als 3-4 Tage dauerten. Am meisten hat mich die koreanische Küche fasziniert, da sie sich in einigen Dingen von dem, was der "Durchschnittseuropäer" als asiatisch kennt, unterscheidet. Natürlich ist auch in Korea Reis ein Hauptnahrungsmittel. Im Gegensatz zur chinesischen Küche gibt es in Korea eine Art "Tapas" Kultur (ich nenne es zur Veranschaulichung so, natürlich hat es nichts mit Spanien zu tun...). Gemeint ist, dass es oftmals viele kleine Schüsselchen mit verschiedenen Zutaten und Gerichten gibt, aus denen sich alle am Tisch bedienen. Ein weiterer Unterschied ist beispielsweise auch die Form der Stäbchen. Koreanische Stäbchen sind aus Metall und flach geformt, dazu gibt es immer einen Löffel. Wen die Küche Koreas jetzt etwas mehr interessiert: Wikipedia hat einen ganz interessanten Artikel dazu, ebenfalls zu dem nun folgenden "Klassiker" der koreanischen Küche: Bulgogi.

Bulgogi sind süßlich-sesamig marinierte Rindfleischstreifen und wird traditionell auf einem Tischgrill über Feuer angebraten. Entweder wird das Fleisch nach dem Braten in frische Salatblätter gerollt oder man isst das Gericht ganz einfach mit Reis. In Korea habe ich es oft als Vorspeise in der Salatblatt-Variante gegessen. Natürlich habe ich mich beim ersten Mal dumm und dusselig gefuttert, da mir keiner gesagt hatte, dass es die Vorspeise ist :-) 

Vielleicht inspiriert das folgende Rezept ja den ein oder anderen sich der koreanischen Küche etwas zu nähern. Es ist ein wenig auf die europäische Küche umgeändert, geschmacklich aber authentisch! 


Koreanisches Bulgogi

Dauert cirka: 0,5 Stunden + mind. eine Stunde Ziehzeit
Reicht für: 2 Portionen 
----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

400 g Entrecote oder Rib-Eye
80 ml Sojasauce
3 EL Zucker
1 EL Sesamöl
3 Knoblauchzehen
0,5 kleine weiße Zwiebel
2 Frühlingszwiebeln
2 El Sesam
1/4 TL Chiliflocken
frisch gem. schwarzer Pfeffer

1 Tasse Basmati Reis
1 TL Salz
1 TL Butter

Das Fleisch gegen die Faser in sehr dünne Streifen schneiden. Am Besten geht dies, wenn man das Fleisch im Gefrierfach etwas anfrieren lässt und ein sehr scharfes, großes Messer benutzt. Die Knoblauchzehen fein hacken, die halbe Zwiebel in dünne Halbringe schneiden, die Frühlingswiebeln in feine Ringe schneiden. Die Sesamsamen in einer Pfanne ohne Fett anrösten und abkühlen lassen. 

Nun alle Zutaten bis auf Zwiebeln und Fleisch in einer Schüssel verrühren bis sich der Zucker komplett aufgelöst hat. Nun können Zwiebeln und Rindfleischstreifen dazu gegeben werden. Am besten massiert man die Marinade mit den Händen etwas in das Fleisch ein, bevor man die Mischung abdeckt und mindestens eine Stunde (am Besten aber länger) im Kühlschrank durchziehen lässt. 

Für den Reis 1,5 Tassen Wasser mit Salz und Butter zum Kochen bringen und dann den Reis dazu geben. Das Ganze kurz aufkochen lassen und anschließend den Herd ausstellen und den Topf mit Deckel auf der Platte 15 Minuten stehen lassen.

Das Fleisch nun in heißem Sesamöl bei starker Hitze kurz braten. Hier muss man aufpassen, dass man nicht zuviel Fleisch mit Marinade in die Pfanne gibt, damit die Hitze erhalten wird. Am Besten das Fleisch in zwei Portionen braten. Die übrig gebliebene Marinade kann man mit etwas Wasser kurz aufkochen und erhält etwas Sauce für den Reis.

Mit dem Basmati Reis anrichten und genießen :-)

Samstag, 31. August 2013

Aprikosen Marmelade mit Rosmarin

... oder "Einmal Sommer im Glas haltbar zum Mitnehmen bitte!"

Der Sommer neigt sich leider so langsam seinem Ende zu und so traurig es ist - so langsam muss man sich wohl Gedanken machen, wie man ein bisschen Sommer mit in die dunkle Jahreszeit nimmt. Die große Auswahl an reifem Saison-Obst bietet sich aktuell perfekt an um ein paar Gläser Marmelade zu kochen und in Herbst und Winter, wenn es draußen regnet oder schneit, herzhaft in ein frisches Brötchen mit Butter, Quark oder Frischkäse und selbst gemachter Marmelade zu beißen und sich an die schönen Sommertage zurück zu erinnern. 

Dieses Jahr fiel meine Wahl neben klassischer Erdbeermarmelade ohne schnick-schnack und chichi (sind das nicht herrliche Wörter!) auf eine leckere Aprikosenmarmelade mit Rosmarin aus der Zeitschrift deli. Wie ihr auf dem Bild sehen könnt, gab es sogar die passenden Etiketten dazu - na wenn das mal keine Motivation war! Die Marmelade schmeckt durch den Rosmarin und Zitronenabrieb herrlich frisch und nicht zu zuckersüß. Das liegt aber vielleicht auch an den hervorragenden französischen Aprikosen vom Wochenmarkt. Ein Wunder das davon überhaupt genug für die Marmelade übrig geblieben sind :-)

Marmelade zu kochen fasziniert mich jedesmal auf's Neue. Man schnippelt etwas Obst, lässt es mit Zucker eine Zeit lang ziehen und zaubert durch kochen einen leckeren Aufstrich... irgendwie magisch das Ganze... 


Aprikosen Marmelade mit Rosmarin

Dauert cirka: 1 Stunde
Reicht für: 6 Gläser (je nach Größe) 
----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

1,2 kg reife Aprikosen
1 Biozitrone
3 Zweige Rosmarin
500 g Gelierzucker (2:1)

Die Aprikosen waschen und anschließend halbieren und entkernen. Nun können sie in cirka 1 cm große Würfel geschnitten werden. Es sollte insgesamt ein Kilo Aprikose übrig bleiben. Die Zitrone ebenfalls waschen, gut abtrocknen, die Schale fein abreiben und den Saft auspressen. Die Rosmarinzweige waschen.

Alle vorbereiteten Zutaten in einem hohen Topf mit Gelierzucker mischen und abgedeckt mindestens eine Stunde Saft ziehen lassen. Bei mir wurden es cirka 2,5 Stunden, macht die Marmelade nur besser :-)

Die Mischung nun unter Rühren schnell bei starker Hitze aufkochen und mindestens 3 Minuten sprudelnd kochen lassen. Vorsicht - das Ganze spritzt und die Spritzer sind sehr sehr heiß! Mit einer Schaumkelle den entstehenden Schaum abnehmen. Vor dem Abfüllen in Gläser den Rosmarin heraus nehmen und die Marmelade heiß in vorbereitete, saubere Twist-off-Gläser füllen. Dabei aufpassen, dass der Rand sauber bleibt. Die Gläser nun sofort gut verschließen und cirka 5 Minuten auf dem Kopf stehen lassen. Hier merkt man dann auch, ob die Gläser wirklich richtig zu waren ...hüstel... Umdrehen und dann komplett abkühlen lassen.




Freitag, 23. August 2013

Blaubeer-Tartelettes mit Vanillecreme

... oder "Ach Sommer, wenn du doch etwas länger bleiben könntest...!"

Ich liebe die Beerensaison! Egal ob mit Vanilleeis, in Müsli & Joghurt, als Crumble, in und auf Kuchen & Muffins, oder als Marmelade - Beeren sind großartig. Und weil mich seit längerem die Beerenauswahl auf dem Markt so anlacht, musste eine beerige Leckerei her... Da mein letztes Back-Rezept schon ein Weilchen her ist, habe ich mich dann also für Tartelettes entschieden. 

Ohne viel Schnickschnack, ganz klassisch: Mürbeteig - Blaubeeren - Vanillecreme und mit ganz viel Sommermelancholie gebacken - ach wenn man doch das Ganze Jahr Beerentartelettes backen könnte... seufz... 


Blaubeer-Tartelettes mit Vanillecreme

Dauert cirka: 0,5 Stunden
Reicht für: 4 mittelgroße Tartelettes oder eine große Tarte 
----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

250 g Mehl
125 g kalte Butter
50 ml kaltes Wasser
1 Eigelb
1 EL Zucker

200 g frische Heidelbeeren
200 g (1 Becher) Schmand
200 g (1 Becher) Creme fraiche
1 Eigelb
Mark einer halbe Vanilleschote
2 EL Zucker

Ein Stück Frischhaltefolie zurecht legen.

Das Mehl in eine große Schüssel geben und in der Mitte eine kleine Mulde frei schieben. Hier nun die Butter in Würfeln, Wasser, Eigelb und Zucker hinein geben und das Ganze zu einem glatten Teig verkneten. Nach meiner Erfahrung geht es am besten mit den Händen, auch wenn es am Anfang etwas klebrig ist! Die Teigkugel nun in die vorbereitete Frischhaltefolie einschlagen und mindestens zwei Stunden im Kühlschrank ruhen lassen, damit sich alle Zutaten schön verbinden können.

Die Förmchen vorbereiten. Sollten die Förmchen unbeschichtet sein, müssen sie etwas gefettet werden, damit sich die Tartelettes später schön lösen. Den Ofen auf 200 °C Ober- und Unterhitze vorheizen.

Die gut gekühlte Teigkugel nun in vier gleich große Portionen aufteilen und diese mit einem Nudelholz auf einer bemehlten Fläche ausrollen. Jetzt kann man die Teigplatten in die Förmchen drücken. Zum sogenannten "blindbacken" werden die Tartelettes entweder mit etwas Backpapier ausgelegt und und mit Backerbsen beschwert oder der Boden gleichmäßig mit einer Gabel eingestochen. Die Tartelettes können nun 10-20 Minuten blindgebacken werden und sollten anschließend zur weiteren Verwendung etwas abkühlen. 

Die Heidelbeeren waschen und komplett trocknen, bevor diese auf die Tarteletteböden gegeben werden. Die Förmchen werden komplett mit einer Lage Heidelbeeren gefüllt. Aus Schmand, Creme fraiche, Eigelb, Vanillemark und Zucker eine Creme rühren und diese gleichmäßig auf die Förmchen verteilen. 

Nun werden die Tartelettes nocheinmal cirka 20 Minuten im heißen Ofen backen. Die Dauer hängt etwas von den Förmchen ab. Meine Formen sind, wie man auf den Bildern sieht, ziemlich dick und brauchen zum Durchbacken aufgrund dessen etwas länger. Aufgrund dessen immer ein Auge auf den Ofen haben!

Die Tartelettes am Besten noch lauwarm aus der Form lösen oder in der Form komplett abkühlen lassen und direkt aus dem Förmchen löffeln. Am besten schmecken sie leicht gekühlt (...auf der Terasse in der Sonne...) :-)
   



Montag, 12. August 2013

Spaghetti con Gamberetti e Rucola

... oder "Eine Portion Sommer bitte!"

Lang lang ist das letzte gepostete Rezept her... Man mag meinen ich hätte die Zeit nach Sonnencreme riechend auf dem Balkon verbracht. Dem war jedoch nicht so. Umzug, Pendelei und Arbeitgeberwechsel haben mich die letzten Wochen so sehr in Beschlag genommen, dass das Kochen an sich sowie das Bloggen komplett in den Hintergrund gerückt sind.

Nun ist das Sommerloch bei eine prise herzblut aber vorbei und neue Rezepte kommen wieder regelmäßig! 

Zum Anfang gibt es dem Wetter gemäß eine sommerliche Pasta mit Garnelen, Rucola und getrockneten Tomaten - eine Kombination zum Verlieben! Am Besten draußen genießen, ob auf der Terrasse, dem Balkon, der Loggia oder im schlimmsten Fall bei geöffnetem Fenster - hauptsache der Sommer ist dabei...  ;-)


Spaghetti mit Garnelen und Rucola

Dauert cirka: 0,5 Stunden
Reicht für: 4 Personen
----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

500 g Spaghetti
Salz & Pfeffer
Gutes Olivenöl
2 Knoblauchzehen
1 getrocknete rote Chilischote
400 g rohe Garnelen, geschält (Falls TK: komplett aufgetaut)
1 kleines Glas Weißwein
6 getrocknete Tomaten aus dem Glas
1 unbehandelte Zitrone
2 Hand voll Rucola

Das gut gesalzene Wasser für die Spaghetti aufsetzen und zum Kochen bringen. In der Wartezeit kann man schon den Knoblauch schälen und sehr fein hacken sowie die Chilischote zerkrümeln. Wer es nicht so pikant mag, läßt am Besten die Kerne der Chilischote weg. Die getrockneten Tomaten mit einem Pürierstab oder sonstigen Form von Multizerkleinerer zusammen mit dem Weißwein zu einer Paste pürieren. Von der Zitrone die Schale fein abreiben und den Saft auspressen. Den Rucola putzen.

Sobald das Wasser kocht, die Spaghetti nach Packungsanweisung al dente garen. Gleichzeitig werden in einer großen Pfanne einige Spritzer Olivenöl erhitzt, um den Knoblauch zusammen mit den Chiliflocken anzuschwitzen. Nicht zu heiß braten, sonst verbrennt der Knoblauch ruck zuck. Sobald er beginnt Farbe anzunehmen, können die Garnelen dazu gegeben werden. Nach cirka einer Minute wird das Püree aus sonnengetrockneten Tomaten und Weißwein hinzugefügt. Die Hitze am Besten etwas reduzieren und das Ganze einige Minuten köcheln lassen.

Die al dente gekochten Spaghetti abgießen und dabei etwas von dem Kochwasser auffangen. Die Nudeln mit der Sauce mischen und die Schale sowie Saft der Zitrone untermischen. Falls die Sauce etwas flüssiger gewünscht wird, kann man sie mit dem aufgefangenen Kochwasser verlängern. 

Die Spaghetti auf Tellern anrichten und den Rucola als großes Nest darauf geben... Buon Appetito! 

Freitag, 12. Juli 2013

Saisonkalender Juli

Den neuen Saisonkalender für Juli findet Ihr hier.


Kein Rezept im Juni - Schande über mein Haupt!
... Aber ich gelobe Besserung, schließlich bin ich nun 
neue Besitzerin eines Cynthias Barcomi Backbuches :-)

Sonntag, 9. Juni 2013

Was hat im Juni Saison?

Den neuen Saisonkalender für Juni findet Ihr hier.

Auf das er schön sonnig und warm wird...
... und jetzt ran an den Erdbeerkuchen :-)

Donnerstag, 16. Mai 2013

Rharbarber-Pudding-Streusel Kuchen

... oder "Von allem nur das Beste"

Oder gibt es etwas Besseres als die Kombination von Obst, Vanillepudding und Streuseln auf einem Kuchen? Mit einer Buttercreme Torte kann man mich ja wirklich jagen, aber bei Streuseln sage ich wohl nie nein...

Noch dazu wenn Einen während der Rhabarber Saison die pinken Stangen anlachen und man genau weiß, das zu Hause eine große schöne Küche darauf wartet, dass nach viel Gegrilltem auch einmal etwas Süßes aus dem Ofen fabriziert wird. Daraus entstanden ist ein leckerer Rhabarber Kuchen auf einem Haselnuss-Rührteig-Boden mit Vanillepudding und saftigen Butterstreuseln. Die Kombination mit gemahlenen Haselnüssen war ein durchaus gelungener Zufall, da ich keine Mandeln mehr im Haus hatte. So hat man dann auch viele Geschmacksrichtungen vereint - das Herbe der Nüsse, süßer Vanillepudding und die etwas sauren Rharbarber Stangen.

Ich verstehe immernoch nicht, warum ich Rharbaber früher nicht mochte...



Rharbarber-Pudding-Streusel Kuchen

Dauert cirka: 1,5 Stunden
Reicht für: eine Springform ø 26 cm
----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

125 g weiche Butter
100 g Zucker
0,5 Pck Vanille Zucker
1 Ei
125 g Mehl Typ 405
50 g gemahlene Haselnüsse
1 TL Backpulver
1 Prise Salz
0,5 TL fein geriebene Zitronenschale

0,5 Pck Vanillepuddingpulver
250 ml Milch
20 g Zucker

300 g Rharbarber / geschält gewogen

150 g Mehl Typ 405
100 g weiche Butter
60 g Zucker
0,5 TL Zimt

Die Butter mit dem Zucker und dem Vanille Zucker schaumig aufschlagen. Das Ei dazu geben und weiter rühren. In einer separaten Schüssel Mehl, Nüsse, Backpulver, Salz und die Zitronenschale mischen. Dies nun nach und nach unter die Ei-Butter Masse rühren. Den Teig bis zur weiteren Verwendung im Kühlschrank ruhen lassen.

Aus Puddingpulver , Milch und Zucker einen Vanillepudding zubereiten und diesen abkühlen lassen. Den Pudding nach dem Kochen mit Frischhaltefolie abdecken, damit sich keine Haut bildet.

Den Rharbarber putzen indem man die Enden abschneidet und von der dicken Seite beginnend die faserige Haut in Streifen abzieht. Die Stangen in cirka 3 cm breite Stücke schneiden. 

Den Ofen auf 175 °C Ober- und Unterhitze vorheizen. 

Für die Streusel Mehl, weiche Butter, Zucker und Zimt mit der Hand zu gleichmäßigen nicht zu kleinen Streuseln verkneten.

Die Springform mit Backpapier auslegen, bzw Backpapier einklemmen und den Rand außen abschneiden. Zuerst den Rührteig gleichmäßig in die Form streichen und den Pudding darauf geben. Die Rharbarberstücke nun auf dem Pudding verteilen und zum Schluß die Streusel darüber streuen. 

Den Kuchen nun in der Mitte des Ofens cirka 45 Minuten goldbraun backen. Gegebenenfalls am Ende kurz den Grill einschalten, falls die Streusel noch nicht gleichmäßig gebräunt sind.

Abkühlen lassen und genießen!



Sonntag, 5. Mai 2013

So still hier...?

Aber nur weil sich mein Männeken und ich gerade im Umzug befinden!

Bald melde ich mich aber wieder mit einer Leckerei mit ganz viel Herzblut aus meiner (jetzt viel größeren, geräumigeren, tollen, weißen, Lack-) Küche - großes Ehrenwort :-) !

Bis dahin heißt es
                                      "Frohes Auspacken"!

Mittwoch, 24. April 2013

Baklava

... oder "Süß - Süßer - Baklava!"

Im Februar war es kalt in Deutschland. Ziemlich kalt sogar. Und an einem verschneiten Wochenende im Februar war ich in .... Dubai & Abu Dhabi! Während ich die letzten Jahre aufgrund des Reiseziels eher in Mai und Juni im Urlaub war und den Winter tapfer in Deutschland verbracht habe, konnte ich ihm dieses Jahr zumindest ein paar Tage entfliehen (das der Winter diese Tage doppelt und dreifach hinten anhängt, konnte ich ja auch nicht ahnen :-)

Das ich arabisches Essen mag, wusste ich bereits vor dem Urlaub. Aber die wenigen Tage in den Emiraten waren für mich kulinarisch wirklich der Hammer! Um diese Eindrücke zu verarbeiten, habe ich mich deshalb dieses Jahr an meinem Geburtstag für ein "Mittagessen aus 1001 Nacht" entschieden. Es hat sich gelohnt, alles war lecker, reichlich und hat für Begeisterung in der Familie gesorgt, obgleich ich auch gefühlte 1001 Nächte in der Küche zugebracht habe...

Nun werde ich die nächsten Wochen ein paar der Rezepte meiner Geburtstagsfeier veröffentlichen. Ganz unorthodox fangen wir mit dem krönenden Abschluss an... 

Was könnte es anderes sein als zuckersüße Baklava?  



Baklava mit Walnüssen

Dauert cirka: 1 Stunde
Reicht für: Eine große Auflaufform
----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
1 l fein gehackte Walnüsse (4 cups)
125 ml Zucker (0,5 cups)
1 TL Zimt
1 Pckg Yufka-Teig
250 ml geschmolzene Butter (1,25 cups)

400 ml Zucker (1,5 cups)
250 ml Wasser (1 cup)
75 ml Honig (0,25 cups)
0,5 TL Zitronenabrieb
2 EL Zitronensaft
1 Zimtstange

Die gehackten Walnüsse mit Zucker und Zimt vermischen und zur Seite stellen. Den Backofen auf 200°C vorheizen (Ober-Unterhitze).

Den Yufka-Teig in 6 der Größe der Auflaufform entsprechende Platten zurecht schneiden. Die Auflaufform mit etwas Butter ausstreichen und die erste Lage Teig hinein legen. Diese wieder mit Butter bestreichen und eine zweite Lage darüber legen. Auch diese Lage wieder mit Butter bestreichen und die Hälfte der Walnuss-Mischung darauf verteilen. Nun in der gleichen Systematik (Teig - Butter - Teig - Butter) zwei weitere Lagen Teig in die Form schichten und den Rest der gehackten Nüsse darauf verteilen. Die Auflaufform mit den  restlichen zwei Teigplatten abdecken (nicht vergessen: Teig - Butter - Teig - Butter!!!). Die restliche flüssige Butter gleichmäßig über den Teig verteilen. Die Baklava nun mit einem scharfen Messer in Rauten oder Vierecke schneiden.

Das Ganze wird nun in der Mitte des heißen Ofens cirka 40 Minuten goldbraun gebacken. Falls der Teig schon vorher zu dunkel erscheint, die Auflaufform mit Alufolie abdecken. 

Für den Zuckersirup alle Zutaten in einem Topf erhitzen und cirka 20 Minuten zu einem Sirup einkochen lassen. Den Sirup anschließend gleichmäßig über die noch warmen, aber nicht mehr heißen Baklava gießen und abkühlen lassen.

Dazu noch ein starker Espresso, eine arabische Dattel und das Dessert ist perfekt!

Sonntag, 7. April 2013

Himbeer-Rhabarber-Konfitüre

... oder "Auf geht's in die Marmeladenmädchen-Saison 2013!"

Als Kind mochte ich keinen Rhabarber. Weder im Kuchen, noch bzw schon gar nicht als Kompott. Irgendwie waren mir diese grün-pinken Stangen aus Opa's Garten suspekt. So stand das Gewächs lange Zeit neben Zwiebeln und Paprika auf meiner "Mag-ich-nicht"-Liste.

Mittlerweile mag ich Rhabarber. Wenn ich ehrlich bin sogar ziemlich gerne. Als Kompott schreibe ich ihn immer noch eher auf die "Geht so"-Liste, aber als klassischer Rhubarb-Crumble aus dem Ofen ist er unschlagbar. Dieses Jahr habe ich mir vorgenommen zu testen, was mir aus Rharbaber noch so alles schmeckt. Also habe ich mich am Osterwochenende gleich in die beginnende Saison gestürzt - mit einer Rhabarber Himbeer Konfitüre à la Geschenkideen aus der Küche von Nicole Stich. 

Die Konfitüre ist wirklich ein Träumchen für Pink Liebhaber, findet ihr nicht auch?


Himbeer-Rhabarber-Konfitüre mit Vanille

Dauert cirka: 30 Minuten
Reicht für: 2 Gläser

300 g Rhabarber
300 g TK-Himbeeren, aufgetaut
1 Vanilleschote
500 g Gelierzucker 1:1
Gläser mit Twist-Off Verschluss

Die Gläser und die Deckel zum Sterilisieren für 10 Minuten in den 120 °C heißen Ofen stellen. 

Die Rhabarber Stangen waschen, die Fasern abziehen und in cirka 1,5 cm dicke Scheiben schneiden. Die aufgetauten Himbeeren mit einem Pürierstab pürieren und durch ein Sieb in einen mittelgroßen Topf (in dem später auch die Konfitüre gekocht wird) streichen. Die Vanilleschote längs einritzen und das Mark mit der Rückseite des Messers auskratzen.

Das Vanillemark zusammen mit dem Gelierzucker und den Rhabarber Stücken in den Topf mit Himbeermark geben und verrühren. Das Ganze nun unter Rühren zum Kochen bringen und mindestens 5 Minuten sprudelnd kochen lassen. Wenn man möchte kann man die Rhababerstücke kurz mit dem Pürierstab im Topf zerkleinern, dann bekommt die Konfitüre eine samtigere Konsistenz.

Nach einer erfolgreichen Gelierprobe die Konfitüre heiß in die vorbereiteten Gläser füllen, diese sofort verschließen und die Konfitüre auskühlen lassen. 

Montag, 1. April 2013

Mini Hefezöpfe & zweierlei Popcorn

... oder "Mein Beitrag zu PAMK Tauschrunde 5 - Kindheitserinnerungen"

Die Post aus meiner Küche (PAMK) Tauschsaison 2013 hat begonnen! Um was es bei PAMK geht, habe ich in einem Eintrag aus dem letzten Jahr etwas ausführlicher beschrieben. Deshalb sei an dieser Stelle nur kurz gesagt: Es handelt sich um eine Möglichkeit anderen Kochverrückten unter einem gegebenen Motto, in einem bestimmten Zeitraum, eine Freude aus der eigenen Küche zuzubereiten. Ich bin ein PAMK-Fan und Teilnehmer der ersten Stunde und habe alle Runden über Schokoladiges, Beeriges, Picknick und Weihnachtliches mitgemacht. Manchmal hat man hierbei Pech, öfters jedoch Glück und so landen bunt gemischt die verschiedensten Dinge in der eigenen Küche. 

In der ersten Tauschrunde diesen Jahres ging es um das Thema Kindheitserinnerungen. Eine schöne Idee, vor allem weil jede Generation doch so ihre eigenen Erinnerungen hat... Es hat jedoch auch einen Moment gedauert, bis mir kulinarische Erinnerungen meiner Kindheit wieder eingefallen sind. Teilweise auch erst nachdem ich die gesammelten Werke dieser Tauschrunde bei Pinterest bewundern konnte. 

Zu meiner Kindheit gehört kulinarisch vieles, gehört man doch wenn man noch etwas jünger ist zu den "Wohlstandsgenerationen". Mein erster Gedanke in der Kategorie "Süßes" waren auf jeden Fall Eierpfannkuchen meiner Mutter, die mit Nutella bestrichen, eingerollt und mit Puderzucker bestreut wurden. Hinzu kommen Nussecken, Amerikaner, Törtchen mit Kirschen (irgendwann wurden es Muffins), Germknödel mit Mohnbutter und der einmalige Johannisbeer Gelee meiner Uroma. Auf der herzhaften Seite stehen natürlich Fischstäbchen, Spaghetti Bolognese und Kartoffeln mit Rahmspinat. Nicht zu vergessen ist auch die typische Süßigkeiten-Tüte vom Kiosk mit sauren Schnüren oder weißen Speckmäusen und Cola Krachern oder die Eis-Auswahl im Schwimmbad... 

Da die Tauschrunde dieses Jahr mit Ostern zusammenfiel, habe ich mich entschlossen Hefezöpfe zu verschicken. Eigentlich sollte hier eine hausgemachte Nuss-Nougat Creme ergänzt werden. Da ich aber selbst eine bekommen habe, wurde kurzfristig umdisponiert und ein Glas Johannisbeer Gelee mit Vanille dazu gepackt. Hinzu kam ein weiterer Kindheitstraum - selbstgemachtes Popcorn. Jedoch etwas amerikanisiert im Vergleich zu den 1980ern :-)


Mini Hefezöpfe

Dauert cirka: 2 Stunden
Reicht für: 6 Stück

25 g frische Hefe
1 TL Zucker
wenige EL lauwarme Milch

350 g Mehl
Prise Salz
30 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
30 g weiche Butter
1 zimmerwarmes Ei
125 ml lauwarme Milch

1 Eigelb
Hagelzucker
Mandelblättchen

Für den Vorteig die Hefe grob zerkrümeln und mit Zucker und etwas lauwarmer Milch in einer kleinen Schüssel verrühren. Die Mischung zugedeckt cirka 15 Minuten ruhen lassen.

In einer großen Schüssel nun Mehl, Salz, Zucker und Vanillezucker mischen. In der Mitte eine Mulde formen und den Vorteig hinein geben. Anschließend die Milch, das Ei und die Butter hinzufügen und das Ganze mit den Knethaken des Handmixers zu einem Teig verarbeiten. Nun beginnt die eigentliche Arbeit: Den Hefeteig solange mit den Händen kneten bis sich der Teig vom Schüsselrand löst und eine glatte und geschmeidige Kugel entstanden ist. Anschließend den Teig in der Schüssel abgedeckt an einem warmen Ort so lange gehen lassen, bis sich sein Volumen verdoppelt hat. 

Vor dem Formen der Zöpfe muss der Teig nochmals gut durchgeknetet werden. Für insgesamt 6 Zöpfe wird die Teigmenge erst halbiert und jede Hälfte gedrittelt. Aus jeder Teigkugel nun 3 gleichlange Stränge formen. Aus den Teigsträngen lockere kleine Zöpfe flechten und die Enden etwas zusammendrücken und umschlagen. Jeweils drei Zöpfe mit etwas Abstand zueinander auf ein mit Backpapier ausgelegtes Bachblech setzen und erneut, jedoch ohne Abdeckung, an einem warmen Ort etwa 30-50 Minuten gehen lassen.

Den Backofen auf 200°C Ober-Unterhitze vorheizen. Ein Eigelb mit etwas Milch verrühren und die Hefezöpfe damit bestreichen. Mit Hagelzucker oder Mandelblättchen bestreuen und in cirka 15 Minuten goldgelb backen.  

Am Besten frisch mit Butter und beispielsweise Johannisbeer Gelee.



Caramel & White Chocolate Almond Popcorn

Nach Gefühl....

Popcornmais
Sonnenblumenöl

Zucker (Gleiche Menge wie Sahne)

Sahne (Gleiche Menge wie Zucker)
1-2 Tropfen Vanilleextract
Salz

Weiße Kuvertüre

Mandelblättchen


Soviel Öl in einen Topf geben, bis der Boden bedeckt ist. Das Öl stark erhitzen und die gewünschte Menge Popcornmais in den Topf geben. Sofort den Deckel auflegen und warten bis die ersten Körner platzen. Den Topf nun etwas hin und her rütteln, sodass alle Körner den Boden erreichen. Den Deckel erst abnehmen, wenn keine platzenden Körner mehr zu hören sind. Das Popcorn auf zwei mit Backpapier ausgelegte Bleche verteilen und auskühlen lassen. 

Für das Caramel Popcorn Zucker in einer beschichteten Pfanne karamellisieren lassen und mit Sahne ablöschen. Die Mischung so lange köcheln und rühren bis eine homogene etwas dickflüssige Masse entstanden ist. Vanilleextract einrühren. Das Karamell gleichmäßig über das Popcorn gießen. Das Popcorn etwas auseinander ziehen. Wer Salzkaramell mag: Gleichmäßig etwas feines Salz über das noch warme Karamell gießen. Vor dem Verpacken gut auskühlen lassen.

Für das White Chocolate Almond Popcorn die Kuvertüre schmelzen und Mandelblättchen anrösten. Die Kuvertüre gleichmäßig über das Popcorn gießen und die Mandelblättchen darüber streuen. Das Popcorn etwas auseinander ziehen und vor dem Verpacken gut auskühlen lassen.